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Hepatitis C

Hepatitiden – Hepatitis A, B und C

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Bislang sind noch nicht alle Infektionswege des Hepatites C Virus bekannt. In erster Linie wird es über Blut übertragen. Das Gesundheitspersonal muss Schutzmaßnahmen beachten wie bei HIV. Die Sypmptome der Hepatitis C entprechen denen der Hepatiden A und B, sind aber schwächer ausgeprägt. Eine Impfung ist bisher nicht möglich und nach Beendigung der Therapien stellt sich oft die alte Situation wieder ein. Nur bei zirka 20% der Behandelten gelingt es, das Virus zu vernichten.

Kapitelübersicht

Erreger

Das Hepatitis-C-Virus (HCV) ist ein eigenständiges RNS-Virus (Ribonukleinsäure, auch RNA. Vom Aufbau her ist die RNA der DNA ähnlich. RNA-Moleküle sind aber in der Regel einzelsträngig.).

Es ist erst seit 1989 bekannt; früher als Non A-Non B (Nicht A-Nicht B) Virus benannt; Es kann noch nicht in Laborkulturen gezüchtet werden.

Genotypen

(Der Genotyp repräsentiert die exakte genetische Ausstattung, also den individuellen Satz von Genen im Zellkern.)
Es gibt sechs Genotypen, die regional unterschiedlich verbreitet sind. In der BRD überwiegt Typ 1, bei iv-Drogenabhängigen findet sich häufig Typ 3.

Übertragung

Es sind bislang noch nicht alle Übertragungswege bekannt (40-60 %). In erster Linie wird das Virus über Blut übertragen. Die Viruskonzentration im Blut ist 1000-fach niedriger als bei Interner Link HBV, aber höher als bei Interner Link HIV. Übertragung aber auch über sexuelle Kontakte. Sexualpartner von HCV-positiven Menschen weisen eine Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) von 5% auf.

Von Mutter auf Kind

Die vertikale Übertragung von der Mutter auf das Kind ist ebenfalls möglich, die Zahlen liegen zwischen 0 und 13 %.

Ungeklärte Infektionswege

Es existieren auch Hepatitis C Infektionen, bei denen der Infektionsweg ungeklärt ist, eventuell liegen sogenannten „häusliche“ Übertragungen vor. Weitere Risiken bestehen beim Tätowieren, Piercen, Akupunktur mit unsachgemäß benutzten Nadeln, needle-sharing (gemeinsames Benutzen von Nadeln) und auch Austausch von verunreinigten Filtern und Löffeln beim intravenösen Drogen-Gebrauch.

Es sind auch Infektionen bekannt geworden durch zahnärztliche Behandlung sowie durch gynäkologische Untersuchungen und Endoskopien (operativer Eingriff).

Epidemiologie

(Epidemiologie = Verbreitung)

Die Hepatitis C macht 10 % aller Hepatitiden aus, betroffen sind zu 80 % Fixer, seltener Homosexuelle, früher auch viele Transfusionsopfer, da das Virus nicht nachgewiesen werden konnte.

Die Durchseuchung in der BRD beträgt zirka 0,5 %, d.h. zirka 160-650 000 Infizierte. Die Zahlen sind ungenau, da bisher die Unterscheidung der Hepatitiden bei der Meldung freiwillig ist. Die ansteigenden Zahlen sind bedingt durch die Erfassung von chronischen Erkrankungen.

Inkubationszeit

(Inkubationszeit beschreibt die Zeit zwischen der Infektion mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome.)

Die Inkubationszeit beträgt zirka 6 Wochen bis 3 Monate, selten auch mal bis zu 9 Monaten.

Symptome

Es treten die gleichen Sypmptome auf, wie bei der Interner Link Hepatitis A und Interner Link Hepatitis B, aber schwächer ausgeprägt. Also grippeähnliche Beschwerden, mitunter Gelbsucht.

Krankheitsverlauf

Nur bei 5-20 % der Infizierten treten Krankheitssymptome auf, selten eine Gelbsucht. Der Verlauf ist mild, aber häufig in mehreren Schüben. Unabhängig davon entwickelt sich bei 50-80 % der Fälle ein chronischer Verlauf.

Langzeitschäden

Aus dem chronischen Krankheitsverlauf entsteht in 20 % der Fälle eine chronisch-aggressive Hepatitis, die wiederum in eine Leberzirrhose (Endstadium chronischer Lebererkrankungen) übergehen kann. Es kommt zu keinem Einbau des Virusgenoms (Das Genom enthält die Informationen die für die spezifischen Eigenschaften des Virus);
dafür aber zu häufigen Mutationen (Immunescape), die möglicherweise Leberkrebs auslösen. (Immunescape = Strategien von Krankheitserregern, um dem Immunsystem zu entgehen.)

Vorbeugende Maßnahmen

Keine Isolierung der Erkrankten, nur Schutz für Pflegepersonal (Handschuhe, Schutzkleidung, Desinfektion), Definition safer sex und Definition safer use sind zwingend notwendig.

Das Gesundheitspersonal muss Schutzmaßnahmen beachten wie bei HIV. Eine Impfung ist bisher noch nicht möglich.

Behandlung

Es kann der Versuch einer Therapie mit alfa-Interferonen unternommen werden. Dabei spielt der genetische Typ des Virus eine Rolle und auch die Dauer der Erkrankung. Darunter kommt es häufig zu einer Normalisierung der Leberwerte und auch zu einem Absinken der Viruslast im Blut. Nach Beendigung der Therapie stellt sich leider oft die alte Situation wieder ein.

Bei zirka 20% der Behandelten gelingt es, das Virus zu eliminieren (vernichten). In der anthroposophisch ergänzenden Medizin wird die HCV mit Mistelpräparaten und Solanum Lycopersicum behandelt.

Weiterführende Links

Stand: Januar 2007

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